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Halbzeit. Eigentlich wäre Viertelzeit auch in Ordnung.

Wir waren heute im Bornholmer Kunstmuseum

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Wir sind schon oft daran vorbeigefahren, an den Helligsdom Klippen, nördlich von Gudhjem. Aber irgendwie hat es nie gepasst, man hat ja im Urlaub auch so viel anderes zu tun:)

Und, ehrlich gesagt, wenn man so daran vorbeifährt und das Gebäude von aussen sieht, dann geht man lieber an den Klippen spazieren,kunstmuseum-aussen

Aber in diesem Urlaub sollte es sein.

Was mir wieder aufgefallen ist: Die Freundlichkeit schon an de Kasse. Die Dame hat den Übersichtsplan erst mal erklärt, bevor sie uns den gegeben hat,  Das war im Bornholm-Museum in Rønne auch schon so gewesen. Das ist sehr gastfreundlich, man fühlt sich willkommen geheißen.

Der freundliche Audioguide hat uns im Foyer erst mal die Besonderheiten des Baus erklärt, und schon fand man es gar nicht mehr so hässlich.

Die Architektur ist der Landschaft angepasst, ein langes und schmales Gebäude, dass zum Meer hin abfällt und dann auch mehr Etagen bekommt.

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Von innen ist es sehr hell und sonnig,  rechts und links des Ganges sind die Ausstellungsräume, zum Teil verschachtelt, und in der Farbgebung der Umgebung angepasst. Der erste Raum noch sandfarben, danach ist jeder Raum in einem anderem Blau gehalten.

Die Bilder und Skulpturen sind durchweg von Bornholmer Künstlern, was nicht bedeuten muss, dass sie auch Bornholmer sind. Viele sind im Sommer hier gewesen bzw. haben während der Nazizeit dauerhaft hier gelebt. Nach 1945 wurde die Insel dann wieder leerer.

Am Ende der Ausstellungsräume im untersten Stockwerk gibt es dann einen langen Gang nach draussen mit Aussicht auf das Meer.

gang

 

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Schönes Wetter hatten wir heute 🙂

Wir haben einen Ausflug gemacht an die Westseite der Insel, da gab noch einiges, was wir noch nicht gesehen hatten.

Wir sind quer über die Insel gefahren nach Hasle. Dort waren wir schon mal bei unserem ersten Urlaub hier und hatten dort den ersten Hering aus einer Røgerie gekauft.

Diese Røgerie ist ein Ziel für Touristen, es gibt mittags ein Fischbuffet für kleines Geld, und bei dem schönen Wetter hat man natürlich die Möglichkeit, draussen zu sitzen. und viele Turist- Busser.

Ich glaube, es gibt nirgendwo sonst eine so hohe Schornsteindichte

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Und dass die dänische Fahne gerade so schön flatterte, ist der pure Zufall gewesen 🙂

Danach sind wir eine kleine Küstenstrasse nach Norden entlangfahren und kamen nach Helligpedere. Ein Ort mit einem kleinen alten Hafen, ehemals Fischereihafen, wird aber so wohl  nicht mehr genutzt. Und dort geht es dann an der Straße gleich ziemlich steil nach oben. Alles Häuser mit unverbaubarer Aussicht. Aber auch alles sehr ursprünglich.

helligpedere

 

Und dann mussten wir natürlich noch Hammershus Havn sehen. Bei unseren Besuchen auf der alten Festung haben wir von oben immer einen kleinen Hafen gesehen, heute dann auch mal nicht von oben.

Hammershus Havn

Der Hafen ist eher schlicht, die gesamte Küste von Hasle bis hier steinig, felsig, zum Baden nicht geeignet. Aber so schön anzusehen.

Meine ein-Foto-pro-Beitrag- Regel ist hiermit endgültig gebrochen 🙂

 

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Gestern Abend und in der Nacht hat es noch mächtig geregnet. Fernsehen konnte man nicht mehr, da war zu viel Wasser vor der Satellitenschüssel.

Heute morgen bin ich dann bei bedecktem Himmel aufgestanden, aber als ich mit dem Hund unterwegs war, hatten wir schon das:

 

Himmelmorgens

Das sah schon sehr freundlich aus, Frühstück gab es dann auf der Terrasse. Am Nachmittag einen Ausflug mit dem Rad zum Leuchtturm nach Dueodde, leider ist der Turm montags nicht für Besucher geöffnet.

Leuchtturm

Er sieht schon gut aus.

Es gibt fast daneben auch noch einen alten Leuchtturm, der ist an ein Haus angebaut, nicht sehr hoch, vielleicht 20 m.

Der ist richtig hässlich, sieht aus wie ein Turm auf dem Mauerstreifen früher. Das Haus war til salg, zu verkaufen, nun  ist es auch solgt, also verkauft.

Wir sind noch ein bisschen durch den Wald gefahren, haben dann am Abend den Spaziergang mit dem Hund am Strand gemacht. Leider haben wir zu spät gemerkt, dass das ganze Ufer voll mit braunem Tang war. Die sah aus…Aber sie hatte Spaß, und mit dem Trocknen ist auch das Zeug aus dem Fell gefallen.

Und den schönen Himmel will ich nicht vorenthalten:

Wolken

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Ja, was soll ich sagen? Regenwetter. Es hat gestern Abend angefangen und seitdem nicht mehr aufgehört. Der Hund war heute morgen nicht so mutig wie heute Abend, heute Abend haben wir uns glatte 70 m vom Grundstück entfernt. Naja, nasser Hund ist ja auch nicht so doll.

Es war der ideale Tag, um Dinge zu tun, die man schon immer tun wollte. Der Gatte hat z.B. Bilder sortiert. Ich habe mich mit den Stricknadeln beschäftigt und am Nachmittag Apfelpfannkuchen mit Zimtzucker aus Bornholm Äpfeln gemacht. War lecker.

Morgen soll es etwas besser werden, und, wetteronline sagt, ab Dienstag wieder spätsommerlich.

Bis dahin erfreuen wir uns an dem Bild von vorgestern 🙂

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Der angekündigte Regen blieb erst mal aus. Na gut, das hatte wetteronline auch so angekündigt, dass der erst ab spätem Vormittag kommt.

Aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich morgens ab ½ 9 schon auf der Terrasse mit meinem Frühstückstee sitzen kann.Um so mehr hat es mich gefreut. Als es sich zuzog, sind wir nach Rønne gefahren, wir wollten ja noch mal die Goldgubber sehen.

Das sind winzige, mit Motiven ziselierte Goldblättchen, die im skandinavischen Raum ins Grab gelegt wurden. 2003 hat man auf Bornholm  bei Ausgrabungen 2300 Stück gefunden.

Die Briefmarke auf dem Foto hat normale Größe.

Goldgubbel

Ergibt eine ganze Wand mit Vitrinen, in denen diese Plättchen in Reihen gezeigt werden.

Die Teile sind ca. 600 – 700 n.Chr. entstanden.

Das Museum behandelt auch die jüngere Vergangenheit, mir war nicht klar, dass Bornholm ab Mitte 1940 unter deutscher Besatzung war. Und dass 1943 die Gestapo aktiv wurde. Und dass die Bombardierung von Rønne und Nexø durch sowjetische Flugzeuge in der Nacht vom 8. zum 9.Mai 1945 eigentlich nur stattgefunden hat, weil ein deutscher Befehlshaber kurz vorher noch mal ehrgeizig wurde und russische Flugzeuge beschiessen liess.

 

Ein kleines Kuriosum muss ich noch zeigen, mit dem ich meine Vorgabe „ein Bild pro Beitrag und nicht mehr“ breche:

Ein Zigarettenautomat.
Zigarettenautomat