Ostern

Das war ein Urlaub, das glaubt ja keiner. Angefangen hat es etwas vermurkst, erst meinte der große Sohn, er hätte keine Lust mit uns mitzufahren, wir haben uns auf Teilzeit geeinigt und ein Wochenendticket nach Berlin zurück. Montag vor Ostern sollte es losgehen, damit man, wenn man bis Freitag nachmittag arbeit, noch ausreichend Zeit für die Vorbereitungen hat. Aber pünktlich am Freitag Nachmittag nach Schließen der Autowerkstatt unseres Vertrauenes hat das große Auto den Geist aufgegeben. Nicht schön, aber es gibt Schlimmeres. Also mussten wir bis Montag früh warten, was die Werkstatt sagt. Das Auto war tatsächlich am Montag abend fertig, und wir konnten Dienstag losfahren, ausgestattet mit Regenjacken, warmen Pullovern und allem, was man für einen Nordseeurlaub im Frühjahr so braucht. Nach Ankunft in Österdeichstrich sind wir erst mal im Auto sitzengeblieben, weil gerade ein solcher Regenguss vom Himmel kam, dass es nicht möglich war zum Haus zu gelangen. Wir winkten unseren Vermietern zu, die an ihrem Küchenfenster standen, die winkten zurück, das war es erst einmal.Und ab Mittwoch morgen hatten wir das beste Wetter, was man sich vorstellen konnte, das glaubt einem eigentlich keiner. Der Strand von Büsum sah so aus:

Jeder, der Büsum im Sommer kennt, weiss, wie viele Strandkörbe auf der Wiese dort stehen, und weiß auch, wie voll es ist. Kurz und gut: Es war ruhig, es war zum Teil sommerlich warm. wir haben in Warwerort auf dem Deich gesessen und in Westerdeichstrich die Strandmuschel aufgebaut, ich habe Kinder gesehen, die dann wenigstens bis zum Boppes in Wasser sind, eigentlich war es fast wie Sommerurlaub. Was einen in bisschen irritierte, war, dass die Bäume noch nicht so dicht belaubt waren, es war nur ein grüner Schleier vorhanden. Und die Mohnblumen, die sich bei näherem Betrachten als aufgeblühte rote Tulpen entpuppten.

Ein Hafenfoto gehört dazu, diesmal bei Ebbe im Büsumer Museumshafen.

Mann und Söhne waren am Karfreitag auf Helgoland, und wie es sich gehört, habe ich Fotos vom abfahrenden Schiff an der Hafenausfahrt gemacht.

Den Tag habe ich vertrödelt und mit dem Hund verspaziert, diese kleinen Lämmer, die überall rumhüpften, sind ja wirklich zu niedlich und auch total furchtlos. Der Hund hat sie nicht gehindert, an uns ranzukommen.


Süß, oder? Noch eins für Schaf- Fans? Bitte schön:

Und Abends habe ich gestrickt. Erst mal das angefangene fertiggestellt: Das soll ja sein, das waren diese Socken, bei denen ich das Muster etwas dröge fand, aber als ich sie dann angezogen hatte, war ich sofort einig mit den Socken.

Dann fiel mir am Gründonnerstag ein, dass ich noch ein Ostergeschenk brauche und habe durchgestartet, es hat geklappt.

Und dann habe ich die Entrelac socks fertig gemacht, und ich muss mal sagen, wenn man die Technik gefressen hat, macht das süchtig.

Seit gestern sind wir wieder zu Hause, das Wetter ist wieder „der Jahreszeit entsprechend“, der Garten ist in der Zwischenzeit explodiert, und ab Montag geht der „Ernst des Lebens“ wieder los. Hoffentlich kann man sich den Urlaub noch eine Woche wenigstens „im Kopf“ behalten.

 

Nordsee- Urlaub 2008

Zugegeben, die Bilder gleichen sich, wenn auch in diesem Jahr das Wetter nicht immer sooo prickelnd war. Einen Tag haben wir tatsächlich am Strand verbracht, mit aufgebauter Strandmuschel und im Badeanzug und mit Wattenlaufen. Die anderen Tage waren eben anderen Aktivitäten gewidmet. Die Herren hatten ihre Fahrräder mit und haben einen Tagesausflug nach Pellworm gemacht. Ich hatte mir für diesen Tag einen besonders ausführlichen Spaziergang mit dem Hund über die Felder vorgenommen. Von Österdeichstrich nach Büsum, dann weiter nach Westerdeichstrich, dort am Deich eine nette Bank suchen und das Buch herausnehmen. Nach einer halben Stunde regneten wir das erste Mal ein, in Büsum habe ich mich dann eine dreiviertel Stunde untergestellt, weil es stürmte und der Regen eher waagerecht kam. Das Nette daran war, das man ausführlich beobachten konnte, wie die Leute mit dem Regenschirm kämpften, es gibt doch tatsächlich immer wieder Leute, die meinen, sie kämen damit im Wind zurecht. Nach 5 Stunden auf den Beinen sind wir ohne Pause auf dem Deich wieder zu Hause gewesen. Auf Pellworm war’s trocken.

Eric war den ganzen Urlaub über fit wie ein Turnschuh, nach einem knappen jahr war er wieder beschwerdefrei. Keine Müdigkeit, kein Mittagsschlaf, er ist von sich aus auf die Idee gekommen, daß man ja draußen mal eine Runde Ball spielen kann. Hoffentlich hält sich das Schilddrüsenproblem auch hier so, das wäre toll. Im nächsten Jahr fahren wir über Ostern an die Nordsee, dort gibt es nämlich so gut wie keine Birken, und wir hoffen, daß die Dinger dann hier blühen.

Mein Foto- Handy hat im Bildbearbeitungsprogramm eine Funktion, die ich bisher missachtet hatte, nennt sich „Cartoon“, und ein Foto sieht dann so aus:


In Husum gibt es ein sehenswertes Schifffahrtsmuseum,
dort ist auch das Ülvesbüller Wrack zu sehen. Und auch Gegenstände, die man in der Nähe des Wracks mit geborgen hat, z.B. von den Matrosen gefertigte Schnitzereien aus Walfischzahn. Sind das nicht unglaubliche Kunstwerke?


Und jede Menge Schiffsmodelle. Beachtet bitte die Besatzung, die für das obere Modell vorgesehen war (Foto vom Schild unten)Und ein Modell der Vasa hat es da auch. Da hatte ich ja vor 2 Monaten das Original in Stockholm im Vasamuseet gesehen. Logisch, daß das Original beeindruckender war.

Ach ja, einen Regentag hatten wir noch im Landwirtschaftsmuseum in Meldorf verbracht. Wir waren vor ein paar Jahren schon einmal da, irgendwie ist es trotzdem wieder interessant gewesen, zumal die Jungs ja nach dieser Zeit einen anderen Blickwinkel bekommen haben und auch ein anderes Interesse.
Und nicht vergessen wollen wir den Besuch im Büsumer„Blanken Hans“, der Sturmflutenwelt.
Wenn ein Museum es schafft, einen 13jährigen, einen 16jährigen und 2 Erwachsene über mehrer Stunden zu beschäftigen, dann muß es toll sein.

Tja, ansonsten habe ich 2,5 Paar Socken gestrickt, 2 Bilder gestickt, die kann ich aber erst nach dem Bügeln zeigen. Nach dem Urlaub geht ja immer erst mal ein wichtiges Haushaltsgerät kaputt, in diesem Jahr sind wir gut dabei weggekommen, es war lediglich das Bügeleisen, das sich vorhin mit Gestank verabschiedet hat. Also werde ich morgen den Elektronikmarkt meines Vertrauens aufsuchen und ein neues kaufen.

Der Urlaub

Ein paar Urlaubsbilder sollten schon noch gezeigt werden, auch wenn wir schon 14 Tage wieder zurück sind.
Wie man dem Hund ansehen kann: windig war’s, wie es sich für Nordsee gehört. Und an der Wohnung gab es einen neuen Hund, 4 Monate alt, mit Namen Frieda, sieht aus wie ihre Mutter und war der Liebling von allen, auch von Flo.


Wegen des Windes (wie oben bereits erwähnt) sind die Krabbenfischer eine knappe Woche nicht rausgefahren, das war fast die Hälfte des Urlaubs, es wurde fast zur familiären Katastrophe, die Beschaffung einer Portion Krabben wurde zur zentralen Aufgabe!
Irgendwann haben wir es dann geschafft, nach 1 Stunde hatte ich die Dinger auch gepuhlt, Eric hatte geholfen. Als Dauerbeschäftigung wäre das auch nichts für mich.
Einer der schönsten Plätze im Speicherkoog ist der Wöhrdener Hafen, wo auch immer der Hafen da gewesen sein mag. Der örtliche Anglerverein hat einen Strandkorb zur allgemeinen Benutzung hingestellt und 2 Bänke, und es ist unglaublich, was man dort alles beobachten kann.

 

Jedes Jahr wieder bin ich beeindruckt: Alles voller Kohl!!!

Diesen Seestern hat Eric im Multimar Wattforum in Tönning auf die Hand nehmen können, Bedingung war, daß die Hand unter Wasser bleibt, was gar nicht so einfach war, denn an diesem Becken konnten von Menschenhand über eine Kurbel noch Wellen erzeugt werden.
Diese Ausstellung ist wirklich sehenswert, und lässt sich an Regentagen, wenn es richtig voll ist, auch gut ertragen.

 


Und noch ein bißchen Kitsch am Abend…

 

 

Der Urlaub..


..ist leider vorbei, 14 Tage sind halt doch wenig. Es war heiß, für die Nordsee ungewöhnlich windstill an einigen Tagen. Wenn sich dort die Windräder nicht mehr drehen, ist es wirklich gespenstisch. Wir sind viel im Meldorfer Speicherkoog gewesen, das ist im Laufe der Jahre gewonnenes Land, das zwischen zwei Deichen liegt. Einmal der Schutzdeich direkt am Meer, und dann noch der alte Deich, der steht da so mitten im Land rum. Dazwischen sind kleine Entwässerungskanäle, Felder und Wiesen mit Schafen, das ganze natürlich Naturschutzgebiet. Wer sich dafür interessiert, kann hier mehr erfahren:
http://schleswig-holstein.nabu.de/m04/m04_01/03990.html

Am Meldorfer Hafen ist ein Binnensee im Speicherkoog, der in erster Linie von den Surfern genutzt wird, hier haben die Jungens ihren Surfschein vervollständigt. Die kleinen Halbmonde am Himmel sind Kite- Surfer.

 

 

 

 

 

 

Mit dem Hund habe ich Spaziergänge über die Felder gemacht. Dort konnte ich sie frei laufen lassen, der Speicherkoog ist ja Naturschutzgebiet.

 

 

 

 

 

 

Nach solchen Spaziergängen und nach dem Surfkurs sah es dann in unserer Ferienwohnung so aus:

In Büsum waren wir natürlich auch, die Strandkorbdichte ist deutlich gesunken, es war aber der Sommerzeit entsprechend viel Betrieb in der Stadt.

 


Krabbenkutter anschauen mußte natürlich auch sein.

Ach ja, gestickt habe ich auch, da muß ich aber erst auspacken und fotografieren, das gibt dann einen neuen Post!
Sockenwolle hatte ich eingepackt, aber genauso wieder mitgebracht, zum Stricken war es einfach zu heiß. Ein Großteil des Kofferinhaltes ist genauso wieder in Berlin angekommen, wie ich ihn eingepackt habe, nämlich ungenutzt. Die warmen Pullover, die Regenjacken, die Fleecejacken, die festen Schuhe, das war alles überflüssiges Gepäck, aber wehe, wir hätten es nicht dabei gehabt!!!