Mai 25

Ganz faul war ich nicht

Naja, hier ist auch immer irgendwas los, im Moment sind mal gerade wieder Renovierungsarbeiten angesagt, und der Garten braucht abends auch immer ein bißchen Zeit, es dürfte eigentlich mal wieder regnen.Egal. Gestickt habe ich in den letzten 4 Wochen ein bißchen, die Lulu belle mit Rosen hatte es mir angetan. Dadurch, daß ich ein paar Tage vor Muttertag (in dem Jahr war das sowieso merkwürdig durch das Zusammentreffen mit Pfingsten) natürlich erst mal wieder in die Füße kam mit dem Anfertigen von Geschenken, und ich dann ins Strickfieber geraten bin, stagniert die Lady etwas, aber ich bin zuversichtlich, daß sie bald Rosen bekommt.

Davor hatte ich mir eine Kette gehäkelt, die eigentlich so gut wie meine Lieblingskette geworden ist, ich finde diese Magnetverschüsse so klasse, dieser hier ist nun auch noch anthrazitfarben eloxiert, sieht toll aus. Klar, daß die Farben in Natur noch viel besser sind als auf dem Photo?

 


Gestrickt hatte ich mir als erstes die März-Socken aus der SKL-Liste, ich habe ein bißchen rumgepfuscht, weil mit Größe 41/42 muß man die Anleitungen meistens ein bißchen abwandeln, hier war es denn eben so, daß auf dem Oberfuß nur ein Mustersatz überblieb, aber das steckt ja eh im Schuh. Ich glaube, ich würde es, wenn ich es noch einmal machen würde, anders einteilen.
Und für den Pfingstsonntag brauchte ich 2 Paar Socken, einmal für meine Mutter, und das andere für die Schwiegermutter, statt Blumen beim Besuch sozusagen.

Angefangen hatte ich damit:

Beim Stricken habe ich gemerkt, daß ich dieses Knäuel in diesen Farben eigentlich mal für mich gekauft hatte, und daß ich keine Lust hatte, es zu verschenken. Also wurden die auf Eis gelegt, und da liegen sie, ehrlich gesagt, auch noch.

In Rekordzeit habe ich dann 2 Paar Socken dieser Art zum Verschenken gemacht (die für meine Mutter habe ich vergessen zu fotografieren)

Auf dem Weg zu Schwiegermutter (3 Stunden Autofahrt) habe ich natürlich auch gestrickt, die Füsse des Jüngsten sind jetzt auf knapp 43 angewachsen, und sommerliche Baumwolle sollte es sowieso sein, ich weiß, daß er gelb-orange mag, also habe ich auch angefangen, das Hebemaschenmuster, das ich bei Brigitte gesehen habe, nachzuarbeiten. War ja auch alles ganz ulkig zu stricken, außer der Tatsache, daß bevor ein Farbrapport abgeschlossen war, ein Knoten in der Wolle war und ich erst mal forschen musste, wie der Rapport denn nun tatsächlich verläuft und der Tatsache, daß der Knabe mit seinen fast 13 Jahren meinte, die sähen ja gerade mit dem Muster doch ein bißchen nach Mädchen aus. Ich hatte es mir – ehrlich gesagt- schon gedacht, und so ganz traurig war ich nicht, daß ich die dann für mich fertiggestellt hatte. Inzwischen hatte ich mir noch den „Genialen Sockenworkshop“ zugelegt und war baff, wieviel verschiedene Sorten Fersen es gibt. Also habe ich gleich einmal mit der Herzchenferse angefangen.

 


Der Knabe Eric signalisierte Not, seinen Sockenvorrat betreffend, also habe ich gestern Abend während „Allemagne 12 points“ (naja, wohl eher weniger) mich mit dem „italienischen Anschlag“ beschäftigt, der soll wesentlich elastischer sein als der klassische Anschlag. Es hat eine Weile gedauert, bis ich kapiert habe wie es geht (die Glotze grölte weiter in der Zeit), aber jetzt bin ich total begeistert.

Ach ja, und weil ich so viel von Lornas Lace gehört habe, hatte ich mir auch welche bestellt, eigentlich sind die versandkosten aus dem USA gar nicht sooooo schlimm. Ich habe aber noch nicht gewickelt, ich finde die so erst mal so schön.

 


Und dann haben so viele über Maschenmarker aus Perlen gesprochen, und mir fielen die Ohrhaken wieder ein, die ich vor Ur-Zeiten schon mal erstanden hatte, die aber nicht nickelfrei sind, also habe ich die mit den größeren der böhmischen Glasperlen, die nicht so unbedingt zum Verhäkeln von Ketten geeignet sind, kombiniert, bereits ausprobiert und für gut befunden.
Eigentlich habe ich das ganze nur geschafft, weil die Firma Microsoft für ihr Sch**** Vista ein Update gemacht hat, das mir mein DVD-Laufwerk außer Gefecht gesetzt hat, und sich das ganze nur durch ein „Neu-Aufsetzen“ beheben ließ. Ich bin nicht soo mit der Energie da ran gegangen, weil ich einfach zu grummelig war.

Für’s I-net und e-mail reichte die alte Kiste noch, das hatte erst mal genügt.

 

 

Juni 29

Wien, 22.6.07

In Wien war ich, das erste Mal überhaupt. Viel Zeit zum Schlendern war nicht, aber an einem Abend hatte ich ein Stündchen für mich alleine. Beim Spaziergang kam ich an dieser Kirche vorbei, die Karlskirche.

Ich sehe mir gerne Kirchen von innen an, diese hier lockte noch durch den Hinweis: „Panoramafahrstuhl“. Nachdem ich den nötigen Eintritt gezahlt hatte, war ich erst mal schockiert, als ich das Kirchenschiff betrat: Eine wunderschöne Kirche mit Deckenmalerei, offensichtlich gerade saniert, und in der Mitte ein riesiges Baugerüst und ein Fahrstuhl dazu. Also: rein in den gläsernen Fahrstuhl, der mich nach oben in die Kuppel brachte. Nicht ganz nach oben, der Rest des Weges mußte auf einer Treppe zurückgelegt werden, ich habe nicht gezählt, aber ich schätze mal, sie entsprach 4 Etagen. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, es war an dem Tag jedoch richtig heiß, und dort oben war es noch heißer. Auch das hätte sich noch ertragen lassen, schwitzt man eben ein bißchen, hat man ja so oder so schon. Aber: Dieses Gerüst vibrierte und schwankte. Die einzelnen Bodenplatten waren- vorsichtig ausgedrückt- von einer gewissen Elastizität, es war aber so verlockend, einmal so nah an diesen wunderschönen Malereien zu sein, daß der Gedanke an schwindelerregende Höhen und Abstürze verdrängt wurde.
Die Belohnung dafür war dieser Ausblick:

Und man hatte einen Rundum-Blick auf die Stadt, der wirklich beeindruckend war.

November 19

Regenbogenwolle

So unterschiedlich kann Wolle wirken: Ihr seht hier einen quergestrickten Schal zum Verschenken und ein Schultertuch für mich für die kalten Winterabende, beide gestrickt aus Zitron Loft, 100% Merinowolle, für Nadelstärke 7.
Die kalten Winterabende lassen zwar noch auf sich warten, aber man sollte ja gerüstet sein!