Tag des offenen Denkmals 2008

Ende September war Tag des offenen Denkmals, und das war Anlaß, sich mal das Funkhaus des ehemaligen DDR Rundfunks in der Nalepastrasse in Berlin anzusehen. Die Kollegen erzählen öfter mal von vergangenen Zeiten, das macht neugierig.

 

Vor dem Pförtnerhäuschen hatten sich die Teilnehmer an der Führung über das Gelände gesammelt, einige Leute kamen noch unangemeldet hinzu. Die mussten jedoch wieder umkehren. Es war das 2. Mal, daß das Funkhaus am Tag des offenen Denkmals teilgenommen hatte, und im Jahr davor war der Ansturm enorm gewesen, und für die ehrenamtlichen Helfer, die die Führungen machten, war es eine große Anstrengung.

 

Also hat man in diesem Jahr Termine vergeben, und es war sehr angenehm, diese Führung in einer relativ kleinen Gruppe von vielleicht 25 Leuten zu machen.

 

Es war nicht etwa so, daß zum Eintritt auf das Gelände die Schranke geöffnet wurde, nein, wir sind alle durch das Häuschen geschleust worden.

 

Nach einem Gang über das Gelände …

 

 


…kamen wir hier an:

 

Es erwartete uns ein freundliches Foyer mit einer Wand von verschiedenen Uhren:

Zwei davon musste ich mir näher ansehen, diese, weil ich sie ausgesprochen schön finde:

Und diese hier war hat man beim Gang durch die Gänge immer wieder gesehen, die Felder unter dem Zifferblatt sind eine Art „Rufanlage“, die verschiedenen Ziffern waren verschiedenen Abteilungen zugeordnet, und wenn z.B. dringend ein Techniker gebraucht wurde, leuchtet an der Uhr die entsprechende Ziffer.

Nachdem wir einige Gänge abgelaufen waren –

die meisten Türen waren geschlossen- ein Teil der Räume ist vermietet, ein anderer Teil einfach nur leer- kamen wir in ein Studio. Der Regieraum war leergeräumt, das Studio im Prinzip auch, die Wandverkleidung war noch vorhanden.

 



Schon komisch,wenn man sich vorstellt, daß hier mal Betrieb war…

Danach wurden wir zu einem Raum gebracht, der als der „Pillensaal“ bezeichnet wurde. So richtig konnte ich mir diese umgangssprachliche Bezeichnung des Konferenzraums nicht erklären, bis wir auf die Decke hingewiesen wurden.Das sieht wirklich aus wie viele kleine Tabletten.

Die Bestuhlung dieses Konferenzraums ist noch original. Wenn ich mich nicht sehr täusche, habe ich ca. 60 Stühle um den Tisch herum gezählt.

Nachdem wir einen weiteren Gang genommen hatten (meine Orientierung war schon lange dahin), landeten wir im Foyer zum großen Sendesaal.

Dieser Saal war ja der Hauptgrund, sich das Funkhaus anzusehen. Er ist bekannt für seine gute Akustik, und rein optisch ist er nicht zu verachten.
Hier die beiden Fenster zum Regieraum, ganz hinten ist ein Teil der Orgel zu erkennen. Es sind ja auch 2 Menschen auf dem Foto, da kann man sich eine Größenvorstellung machen.


Danach sind wir noch ein bißchen über das Gelände gelaufen , es liegt direkt an der Spreee und hat viele Grünflächen zwischen den einzelnen „Blöcken“ (=Gebäudeteilen). Schade, daß man das Gelände nicht vernünftig saniert hat und weiterhin für Rundfunkzwecke genutzt hat. Für die Leute, die da jahrelang gearbeitet haben, muß es bitter sein, das so verfallen zu sehen.

 

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