Lichtgrenze 2014

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Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls wird der Verlauf der Berliner Mauer mit 8000 Helium -gefüllten und beleuchteten Ballons markiert. Seit gestern Abend läuft die Aktion,  morgen Abend werden alle Ballons in den Himmel, also in die Freiheit entlassen.

Das Event morgen schaue ich mir lieber im Fernsehen an, ich mag gar nicht daran denken, wie voll das morgen in der Stadt sein wird.

Heute mit Einbruch der Dämmerung sind wir los, zur Oberbaumbrücke, die mit ihren Türmen für mich die schönste Brücke der Stadt ist.

Das ist das südliche Ende der Lichtgrenze.

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Klar war es voll auf den Strassen, Autos, Radfahrer, Fußgänger. Auf dem Mittelstreifen standen jede Menge Hobbyfotografen mit Stativen.

Ein Mensch hatte seine Leiter mitgebracht, der hatte auf einmal ganz viele Freunde 🙂

IMG_2071Es war noch nicht ganz dunkel, trotzdem war die Linie, die die Lampen bildete schon ziemlich markant.

IMG_2076IMG_2077Und es war wirklich Glück, wenn man an der East Side Gallery etwas mit Ballon und ohne  Menschen fotografieren konnte.

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Mit der Dunkelheit wurde es schöner, aber für eine Schnappschussfotografin wie mich eigentlich nicht mehr so fototauglich.

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Beeindruckend war das, aber man müsste sich das aus der Luft ansehen können….

 

 

 

Dahlienfeuer

Ich war ja nicht das erste Mal zum „Dahlienfeuer“ im Britzer Garten, aber es ist immer wieder schön.



Diese hier will noch eine groß werden und die auf dem Bild unten heißen „Orchideen- Dahlien“. Da war mein erster Gedanke, da soll wohl der Mangel an Optik durch den Namen ausgeglichen werden.






Samstags im Museum

Genauer gesagt im Musikinstrumentenmuseum in Berlin.
Wir wollten endlich mal die Wurlitzer Kinoorgel hören, und die wird nun mal immer nur am Samstag um 12 vorgeführt. Vorher gab es noch eine Führung durchs Museum, und weil man in Berlin ist, ging die hier los:
Ich hätte nie gedacht, dass sowas noch gebaut wird. Für den modernen Leierkastenmann gibt es die sogar statt mit Papierwalze mit Speicherkarte.
Die Führung war spannend und kurzweilig, nicht zuletzt wegen der vielen Klangbeispiele. Diese wunderschöne Gray Orgel konnten wir hören

und wir standen schwer beeindruckt vor den Flöten aus dem Besitz Friedrichs des Großen.

Die schwarze ist aus Ebenholz, die weiße nicht aus Elfenbein, wie man vermuten könnte, sondern aus Walroßzahn.
Die Führung endete damit:

Das kleine weiße in der Mitte ist der Spieltisch der Mighty Wurlitzer, im dreiteiligen Überbau sind Pfeifen und Schlagwerke.
Die Orgel stand in der Siemens- Villa in Berlin Lankwitz, die Villa wurde in den 1920er Jahren mit Konzertsaal gebaut. Die Orgel ging dann später an das Musikistrumentenmuseum.
Auf der Rückseite der Galerie kann man die Schlagwerke in Aktion sehen

Ein unglaubliches Instrument.
Apropos unglaublich, nach der Führung sind wir dann noch ein bisschen durch das Museum geschlendert, und da haben wir noch andere unglaubliche Sachen gefunden.
Zum Beispiel ein Orthotonophonium
Oder wie wäre es mit einer Multimonika von der Firma Hohner?


Oder einem Trautonium?

Einen schicken Synthie aus den 1970ern war auch noch im Angebot.

Aber dann kam es.
Das Muss für jede Freundin der Nadelarbeit.
Ich habe es erst gar nicht gesehen, meine Jungs haben mich darauf aufmerksam gemacht.
Aus Deutschland, 19. Jahrhundert.

Das NÄHTISCHKLAVIER
Man kann sich nun überlegen, ob die Schublade mit dem Stickzeug erst aufgeht, wenn man eine halbe Stunde geübt hat?