Juli 10 2011

Samstags im Museum

Genauer gesagt im Musikinstrumentenmuseum in Berlin.
Wir wollten endlich mal die Wurlitzer Kinoorgel hören, und die wird nun mal immer nur am Samstag um 12 vorgeführt. Vorher gab es noch eine Führung durchs Museum, und weil man in Berlin ist, ging die hier los:
Ich hätte nie gedacht, dass sowas noch gebaut wird. Für den modernen Leierkastenmann gibt es die sogar statt mit Papierwalze mit Speicherkarte.
Die Führung war spannend und kurzweilig, nicht zuletzt wegen der vielen Klangbeispiele. Diese wunderschöne Gray Orgel konnten wir hören

und wir standen schwer beeindruckt vor den Flöten aus dem Besitz Friedrichs des Großen.

Die schwarze ist aus Ebenholz, die weiße nicht aus Elfenbein, wie man vermuten könnte, sondern aus Walroßzahn.
Die Führung endete damit:

Das kleine weiße in der Mitte ist der Spieltisch der Mighty Wurlitzer, im dreiteiligen Überbau sind Pfeifen und Schlagwerke.
Die Orgel stand in der Siemens- Villa in Berlin Lankwitz, die Villa wurde in den 1920er Jahren mit Konzertsaal gebaut. Die Orgel ging dann später an das Musikistrumentenmuseum.
Auf der Rückseite der Galerie kann man die Schlagwerke in Aktion sehen

Ein unglaubliches Instrument.
Apropos unglaublich, nach der Führung sind wir dann noch ein bisschen durch das Museum geschlendert, und da haben wir noch andere unglaubliche Sachen gefunden.
Zum Beispiel ein Orthotonophonium
Oder wie wäre es mit einer Multimonika von der Firma Hohner?


Oder einem Trautonium?

Einen schicken Synthie aus den 1970ern war auch noch im Angebot.

Aber dann kam es.
Das Muss für jede Freundin der Nadelarbeit.
Ich habe es erst gar nicht gesehen, meine Jungs haben mich darauf aufmerksam gemacht.
Aus Deutschland, 19. Jahrhundert.

Das NÄHTISCHKLAVIER
Man kann sich nun überlegen, ob die Schublade mit dem Stickzeug erst aufgeht, wenn man eine halbe Stunde geübt hat?

April 26 2011

Tulipan

Im Britzer Garten, dem ehemaligen Gelände der Bundesgartenschau 1985, gibt es jedes Jahr eine Tulpenausstellung „Tulipan im Britzer Garten“. Die Ausstellung geht über mehrere Wochen, und am Ostersamstag waren wir der Meinung, jetzt müsste die Tulpenblüte so sein, dass sich es sich lohnt.
Die Bäume blühten, so dass der Weg durch den Garten zur Ausstellung schon mal wunderschön war.
Rund um die eigentliche Ausstellung fanden sich immer wieder Wiesen, auf denen reichlich Tulpen blühten, wild durcheinander.

Schöne außergewöhnliche Sorten, die man unbedingt fotografieren musste…

…Beete, die man einfach fotografieren musste…

..und überhaupt gab es ganz viele Leute, die einen Fotoapparat vor der Nase hatten.

Für alle Berliner, die jetzt Lust bekommen haben, sich die Ausstellung anzusehen: Das nächste Wochenende (1.Mai) lohnt sich mit Sicherheit noch, es gab noch ganz viele Tulpen mit grünen, fest geschlossenen Knospen. Der günstigste Eingang ist Mohriner Allee oder die Blütenachse. Eintritt 3 €.
Katgeorie:Allgemein | 3 Kommentare zu Tulipan
September 14 2008

Tag des offenen Denkmals 2008

Ende September war Tag des offenen Denkmals, und das war Anlaß, sich mal das Funkhaus des ehemaligen DDR Rundfunks in der Nalepastrasse in Berlin anzusehen. Die Kollegen erzählen öfter mal von vergangenen Zeiten, das macht neugierig.

 

Vor dem Pförtnerhäuschen hatten sich die Teilnehmer an der Führung über das Gelände gesammelt, einige Leute kamen noch unangemeldet hinzu. Die mussten jedoch wieder umkehren. Es war das 2. Mal, daß das Funkhaus am Tag des offenen Denkmals teilgenommen hatte, und im Jahr davor war der Ansturm enorm gewesen, und für die ehrenamtlichen Helfer, die die Führungen machten, war es eine große Anstrengung.

 

Also hat man in diesem Jahr Termine vergeben, und es war sehr angenehm, diese Führung in einer relativ kleinen Gruppe von vielleicht 25 Leuten zu machen.

 

Es war nicht etwa so, daß zum Eintritt auf das Gelände die Schranke geöffnet wurde, nein, wir sind alle durch das Häuschen geschleust worden.

 

Nach einem Gang über das Gelände …

 

 


…kamen wir hier an:

 

Es erwartete uns ein freundliches Foyer mit einer Wand von verschiedenen Uhren:

Zwei davon musste ich mir näher ansehen, diese, weil ich sie ausgesprochen schön finde:

Und diese hier war hat man beim Gang durch die Gänge immer wieder gesehen, die Felder unter dem Zifferblatt sind eine Art „Rufanlage“, die verschiedenen Ziffern waren verschiedenen Abteilungen zugeordnet, und wenn z.B. dringend ein Techniker gebraucht wurde, leuchtet an der Uhr die entsprechende Ziffer.

Nachdem wir einige Gänge abgelaufen waren –

die meisten Türen waren geschlossen- ein Teil der Räume ist vermietet, ein anderer Teil einfach nur leer- kamen wir in ein Studio. Der Regieraum war leergeräumt, das Studio im Prinzip auch, die Wandverkleidung war noch vorhanden.

 



Schon komisch,wenn man sich vorstellt, daß hier mal Betrieb war…

Danach wurden wir zu einem Raum gebracht, der als der „Pillensaal“ bezeichnet wurde. So richtig konnte ich mir diese umgangssprachliche Bezeichnung des Konferenzraums nicht erklären, bis wir auf die Decke hingewiesen wurden.Das sieht wirklich aus wie viele kleine Tabletten.

Die Bestuhlung dieses Konferenzraums ist noch original. Wenn ich mich nicht sehr täusche, habe ich ca. 60 Stühle um den Tisch herum gezählt.

Nachdem wir einen weiteren Gang genommen hatten (meine Orientierung war schon lange dahin), landeten wir im Foyer zum großen Sendesaal.

Dieser Saal war ja der Hauptgrund, sich das Funkhaus anzusehen. Er ist bekannt für seine gute Akustik, und rein optisch ist er nicht zu verachten.
Hier die beiden Fenster zum Regieraum, ganz hinten ist ein Teil der Orgel zu erkennen. Es sind ja auch 2 Menschen auf dem Foto, da kann man sich eine Größenvorstellung machen.


Danach sind wir noch ein bißchen über das Gelände gelaufen , es liegt direkt an der Spreee und hat viele Grünflächen zwischen den einzelnen „Blöcken“ (=Gebäudeteilen). Schade, daß man das Gelände nicht vernünftig saniert hat und weiterhin für Rundfunkzwecke genutzt hat. Für die Leute, die da jahrelang gearbeitet haben, muß es bitter sein, das so verfallen zu sehen.

 

Juli 16 2008

Das neue Boot

Es sollte wenigstens mit ein paar Bildern vorgestellt werden. Letztes Wochenende war ich mit am See, um es anzusehen, und ich war total begeistert. Man kann sich darauf bewegen, und es gibt sogar eine kleine Kajüte. Das Einsteigen ist kein Wagnis mehr, und wir haben schon durchgespielt, wie wir den Hund da rauf kriegen. Logisch war, daß es direkt anfängt zu schütten, wenn ich mir das gute Stück das erste Mal ansehe, aber der Sommer ist ja noch nicht vorbei.