September 10

Bornholm again-13

Ein umspektakulärer Tag. Ein Urlaubstag also.

Ab morgens in der Sonne gesessen, dann die Kurve nicht gekriegt. Halt, doch, irgendwie schon: Ich meinte, ich müsste im Haus die Fussböden aufwischen. War ja nun auch nicht soooo eine Aktion.

Danach mit dem Fahrrad nach Snogebæk, ein bisschen Bewegung und ein bisschen einkaufen.

Ich wollte ja noch das Bild von dem schönen Garten dort zeigen:

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Und danach mit dem Hund an den Strand. Dieses ganze eklige braune Gewächs ist doch zu großen Teilen verschwunden, so dass wir mit einem sauberen Hund nach Hause sind.

Ach so, und Möwen gucken musste auch noch sein

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o.k., das Foto ist jetzt nicht so der Bringer. Aber wenn man da auf der Seebrücke sitzt und sich so umschaut…

September 9

Bornholm again-12

Wenn man einmal mit den Museen angefangen hat..

Heute wäre wir in Rønne in Hjorth’s Keramikmuseum.

Hjorth ist ein bekannter Hersteller, schon seit 150 Jahren existiert die Keramikfabrik, es wurden nicht nur Gebrauchsgegenstände hergestellt, sondern auch Dekoratives. Wandteller, kleine Skulpturen, Schmuckfriese aus mehreren Kacheln für die Wand..

Das Museum besteht aus einem Verkaufsladen, einer Ausstellung über die Gegenstände, die im Laufe der Zeit in der Fabrik gefertigt werden und einer Keramikfabrik, die Museum und Produktionsstätte zugleich ist.

Die Produktionswerkstatt  mit den Töpferscheiben ist noch in Betrieb

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Die alten Brennöfen sind seit Anfang der 60er Jahre auf Rente.

Das ist schon ein Abenteuer gewesen, wenn die auf über 1000° geheizt wurden.

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Der unbehandelte Ton wurde 3 Tage lang darin gebrannt, danach kam die Glasur und ein weiterer, kürzerer Brennvorgang.

Um in diesem Ofen das Feuer zu machen, konnte man vor dem Ofen eine Bodenplatte anheben, ähnlich einer Falltür. Dann wurde die Mauer der „Kellers“ geöffnet, Holz wurde eingeladen, die Mauer wieder verschlossen und durch eine Öffnung das Holz entzündet. Und beobachtet werden musste das über die 3 Tage auch noch.

Und dann wurde nach der Glasur noch mal gebrannt.

Das Museum war interessant, aber ich werde jetzt nicht anfangen, Hjorth Keramik zu sammeln. Der Funke ist bei dem Design bei mir nicht so wirklich übergesprungen. Man muss ja auch nicht alles haben 🙂

Danach waren wir noch bei Erichsens Gård gewesen, ein wunderschönes altes Haus, das mit Originalmobiliar erhalten ist und einen schönen Garten hat. Der Kreis zum Besuch im Kunstmuseum schloss sich, weil Künstler, die wir dort kennengelernt haben, in diesem Haus zu Gast waren.

Wir hatten uns das Haus und den Garten schon mal angesehen, bei Regen, da waren die Bilder des Gartens eher trübe. Jetzt war es leider schon zu spät im Jahr.

Aber die gute Stube des Hauses muss man gesehen  haben.

 

 

September 8

Bornholm again-11

Wenn man dann einmal im Museumsfieber ist, dann macht man auch gleich weiter. Heute war es „Bornholms Natur“ in Aakirkeby.

Es war ein Besuch mit Umwegen. Wir haben bei den anderen Museumsbesuchen immer den Hund auf einem schattigen Parkplatz bei leicht geöffnetem Fenster im Auto lassen können, hier sind Höchsttemperaturen von 18, 19° im Schatten, da ist das überhaupt kein Problem. Dummerweise sind nicht nur die Parkplätze am Museum sondern auch die in der Nähe sowas von sonnig, dass wir den Hund so nicht im Auto lassen konnten. Der nächste Schattenparkplatz war so weit weg, dass wir auch keine Lust hatten, das alles zurückzulaufen. Also sind wir die 15 km zu unserem Feriendomizil zurückgefahren, haben die Fahrräder aufs Auto gepackt und sind noch mal hin, haben im Ort einen wunderbaren öffentlichen Parkplatz gefunden mit vielen großen Bäumen und sind dann den Weg mit dem Rad zum Museum, was ausserhalb des Ortskerns liegt, geradelt.

Das Gebäude ist interessant. Leider habe ich versäumt, ein Foto zu machen, aber das könnt ihr hier ansehen.

Das Haus ist verkleidet mit Bornholmer Granit.

Das Museum zeigt sehr anschaulich die Entwicklung der Insel seit 170.000.000 Jahren vor Christus  (ja, Gott, die 2000 Jahre danach kann man dann auch vernachlässigen)

Die Show beginnt mit einem Zeitreise-Film in einem kleinen Kinosaal, in dem beim Erdbeben die ganze Bodenplatte mitwackelt.

Danach geht man millionenjahreweise durch die Ausstellung, die informativ ist, aber auch diverse „mitmach- Elemente“ für die Kinder hat.

Ein paar Terrarien / Aquarien dazu und für die Jugend dann auch noch ein paar Dinosaurier- Modelle draussen.

Und Infos über die Tier- und Pflanzenwelt an den verschiedenen Plätzen der Insel.

Gut gelungen, das Museum. 🙂

dino

 

September 8

Bornholm again-10

Halbzeit. Eigentlich wäre Viertelzeit auch in Ordnung.

Wir waren heute im Bornholmer Kunstmuseum

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Wir sind schon oft daran vorbeigefahren, an den Helligsdom Klippen, nördlich von Gudhjem. Aber irgendwie hat es nie gepasst, man hat ja im Urlaub auch so viel anderes zu tun:)

Und, ehrlich gesagt, wenn man so daran vorbeifährt und das Gebäude von aussen sieht, dann geht man lieber an den Klippen spazieren,kunstmuseum-aussen

Aber in diesem Urlaub sollte es sein.

Was mir wieder aufgefallen ist: Die Freundlichkeit schon an de Kasse. Die Dame hat den Übersichtsplan erst mal erklärt, bevor sie uns den gegeben hat,  Das war im Bornholm-Museum in Rønne auch schon so gewesen. Das ist sehr gastfreundlich, man fühlt sich willkommen geheißen.

Der freundliche Audioguide hat uns im Foyer erst mal die Besonderheiten des Baus erklärt, und schon fand man es gar nicht mehr so hässlich.

Die Architektur ist der Landschaft angepasst, ein langes und schmales Gebäude, dass zum Meer hin abfällt und dann auch mehr Etagen bekommt.

gang-innen

Von innen ist es sehr hell und sonnig,  rechts und links des Ganges sind die Ausstellungsräume, zum Teil verschachtelt, und in der Farbgebung der Umgebung angepasst. Der erste Raum noch sandfarben, danach ist jeder Raum in einem anderem Blau gehalten.

Die Bilder und Skulpturen sind durchweg von Bornholmer Künstlern, was nicht bedeuten muss, dass sie auch Bornholmer sind. Viele sind im Sommer hier gewesen bzw. haben während der Nazizeit dauerhaft hier gelebt. Nach 1945 wurde die Insel dann wieder leerer.

Am Ende der Ausstellungsräume im untersten Stockwerk gibt es dann einen langen Gang nach draussen mit Aussicht auf das Meer.

gang

 

September 6

Bornholm again-9

Schönes Wetter hatten wir heute 🙂

Wir haben einen Ausflug gemacht an die Westseite der Insel, da gab noch einiges, was wir noch nicht gesehen hatten.

Wir sind quer über die Insel gefahren nach Hasle. Dort waren wir schon mal bei unserem ersten Urlaub hier und hatten dort den ersten Hering aus einer Røgerie gekauft.

Diese Røgerie ist ein Ziel für Touristen, es gibt mittags ein Fischbuffet für kleines Geld, und bei dem schönen Wetter hat man natürlich die Möglichkeit, draussen zu sitzen. und viele Turist- Busser.

Ich glaube, es gibt nirgendwo sonst eine so hohe Schornsteindichte

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Und dass die dänische Fahne gerade so schön flatterte, ist der pure Zufall gewesen 🙂

Danach sind wir eine kleine Küstenstrasse nach Norden entlangfahren und kamen nach Helligpedere. Ein Ort mit einem kleinen alten Hafen, ehemals Fischereihafen, wird aber so wohl  nicht mehr genutzt. Und dort geht es dann an der Straße gleich ziemlich steil nach oben. Alles Häuser mit unverbaubarer Aussicht. Aber auch alles sehr ursprünglich.

helligpedere

 

Und dann mussten wir natürlich noch Hammershus Havn sehen. Bei unseren Besuchen auf der alten Festung haben wir von oben immer einen kleinen Hafen gesehen, heute dann auch mal nicht von oben.

Hammershus Havn

Der Hafen ist eher schlicht, die gesamte Küste von Hasle bis hier steinig, felsig, zum Baden nicht geeignet. Aber so schön anzusehen.

Meine ein-Foto-pro-Beitrag- Regel ist hiermit endgültig gebrochen 🙂