Gestern..

..an einem sonnigen Samstag Nachmittag, bin ich nun endlich mal auf dem Boot mitgefahren.
Es brauchte ja doch einen neuen Motor.

Bis dieser angebaut war, war mein Urlaub rum und der Gatte, der ja etwas mehr Urlaub hatte, konnte erst mal in Ruhe üben. Das Boot liegt am Zeuthener See in Eichwalde, da sind wir gestern fast 2 Stunden gefahren.




Viele Boote ankern irgendwo und bleiben über Nacht, natürlich nur die Größeren…

Diese entspannte Haltung nehme ich ein

Und beobachtet wird man immer:

Sonntagsausflug

 


Nachdem im Mai im Neuen Palais in Potsdam der frisch restaurierte Marmorsaal wieder eröffnet wurde, haben wir uns auf den Weg dorthin gemacht. Leider durfte man im Palais nicht fotografieren, und selbst wenn man gedurft hätte, es war von den Lichtverhältnissen sehr ungünstig.
Das Neue Palais befindet sich am Rand des Parks von Sanssouci und wurde unter Friedrich d.II. als Gästehaus genutzt. Kaiser Wilhelm d. II. hat dort dann allerdings auch gewohnt und viele Neuerungen veranlasst: Eine neue Heizungsanlage, elektrisches Licht und – o Wunder- er hat an den Schlafgemächern Badezimmer einbauen lassen, die alten Puderkammern mit viel Puder für Gesicht und Haare und einer kleinen Waschschüssel wurden von Badewannen mit fließendem warmen und kaltem Wasser abeglöst. (Ich frage mich nur, wie hat Majestät dann früher seine Notdurft verrichtet? Auf dem Nachttopf??)
Zur Größenorientierung: Nur unter der Kuppel im mittleren Teil des Schlosses befindet sich im ersten Stock der Marmorsaal, darunter ist der sogenannte Grottensaal, man kann darüber streiten, ob er kitschig ist oder nicht, auf jeden Fall ist er ein Kunstwerk aus Muscheln, Marmor und mineralischen Steinen.
Jeder Saal hat eine Grundfläche von 540 qm ( das entspricht 5 großen Wohnungen)m der Marmorsaal im 1. Stock hat eine Höhe von 16 m!

Kein Wunder, daß man auf die Idee kam, eine Heizungsanlage einzubauen, die nur die Zimmer und nicht die Säle beheizen konnte. Allein das Heizen der Zimmer hat am Tag eine unvorstellbare Menge Steinkohle benötigt, die genaue Summe habe ich leider vergessen.
Vom Park her sieht das Palais fast bescheiden aus:

Leider gibt es in dieser riesigen Parkanlage kaum Blumenbeete, auch die Rasenflächen sind eher Wiesen, das passt nicht so ganz zu den Schlössern.

Es wird auch für die nächsten Jahre noch viel zu restaurieren geben, so daß sich ein Besuch dort immer wieder lohnt. Berlintouristen, die denken, daß sie mal eben so an einem Nachmittag nach Potsdam fahren, um sich die Schlösser anzusehen, irren sich allerdings: Einen ganzen Tag kann man in dieser Stadt ohne Probleme verbringen.

 

Der neue Berliner Hauptbahnhof

Gestern habe ich den 11jährigen Clown zu Oma und Opa gebracht (im ICE von Berlin nach Franfurt/ M und am gleichen Tag zurück) und so kam ich auch das erste Mal in den neuen Hauptbahnhof. Der wurde im Mai eröffnet. Es ist das Gelände des Lehrter Stadtbahnhofes, auf dem dieser Glaspalast steht, mitten in „Mitte“,das Regierungsviertel zum Greifen nah, wie man auf dem Foto oben sieht.


Als ich am Abend ohne Kind und Koffer wiederkam, und in Ruhe durch diese Halle trödelte, kam mir die Idee, daß man ja mal einige Fotos machen könnte, z. B. von dieser beeindruckenden Dachkonstruktion. Wenn man in der Mitte der Halle steht, hat man ständig irgendwelche Bahnen über sich oder unter sich.. Seht selbst:

 




Bloß, um jetzt mal meinen Ärger loszuwerden: Wenn man hofft, einen Übersichtsplan zu finden oder ganz einfach nur das nette grüne „S“, das den Weg zu S-Bahn weist, dann hat man sich getäuscht.(Einen U-Bahn-Anschluß findet man hier sowieso nicht, soll aber noch kommen) Das grüne „S“ bringt einen lediglich ins Reisezentrum der S-Bahn, und es hat eine Weile gedauert, bis ich meine Bahn gefunden habe.Wie mag es dann erst dem gemeinen Touristen ergehen, wenn er womöglich noch des Deutschen nicht so mächtig ist? Wieviele Menschen in der Halle waren, kann man durch die vielen Ebenen und durch die Weitläufigkeit nicht schätzen, es ist halt laut in der Halle, und es gibt auch viele Geschäfte. Der Bahnhofsvorplatz (Wahingtonplatz)ist eine riesige Asphaltwüste, da wird wohl noch Einiges gemacht werden müssen.Irgendwann habe ich dann einen Ausblick entdeckt, der eine ganz andere Stimmung vermittelte, das Hochhaus im Hintergrund ist die Charité.

 

Der Urlaub..


..ist leider vorbei, 14 Tage sind halt doch wenig. Es war heiß, für die Nordsee ungewöhnlich windstill an einigen Tagen. Wenn sich dort die Windräder nicht mehr drehen, ist es wirklich gespenstisch. Wir sind viel im Meldorfer Speicherkoog gewesen, das ist im Laufe der Jahre gewonnenes Land, das zwischen zwei Deichen liegt. Einmal der Schutzdeich direkt am Meer, und dann noch der alte Deich, der steht da so mitten im Land rum. Dazwischen sind kleine Entwässerungskanäle, Felder und Wiesen mit Schafen, das ganze natürlich Naturschutzgebiet. Wer sich dafür interessiert, kann hier mehr erfahren:
http://schleswig-holstein.nabu.de/m04/m04_01/03990.html

Am Meldorfer Hafen ist ein Binnensee im Speicherkoog, der in erster Linie von den Surfern genutzt wird, hier haben die Jungens ihren Surfschein vervollständigt. Die kleinen Halbmonde am Himmel sind Kite- Surfer.

 

 

 

 

 

 

Mit dem Hund habe ich Spaziergänge über die Felder gemacht. Dort konnte ich sie frei laufen lassen, der Speicherkoog ist ja Naturschutzgebiet.

 

 

 

 

 

 

Nach solchen Spaziergängen und nach dem Surfkurs sah es dann in unserer Ferienwohnung so aus:

In Büsum waren wir natürlich auch, die Strandkorbdichte ist deutlich gesunken, es war aber der Sommerzeit entsprechend viel Betrieb in der Stadt.

 


Krabbenkutter anschauen mußte natürlich auch sein.

Ach ja, gestickt habe ich auch, da muß ich aber erst auspacken und fotografieren, das gibt dann einen neuen Post!
Sockenwolle hatte ich eingepackt, aber genauso wieder mitgebracht, zum Stricken war es einfach zu heiß. Ein Großteil des Kofferinhaltes ist genauso wieder in Berlin angekommen, wie ich ihn eingepackt habe, nämlich ungenutzt. Die warmen Pullover, die Regenjacken, die Fleecejacken, die festen Schuhe, das war alles überflüssiges Gepäck, aber wehe, wir hätten es nicht dabei gehabt!!!

Schmöckwitz



Am Samstag war es soweit: Wir haben die in diesem Jahr entstandene Ente (also ein kleines Motorboot) am neu angemietete Liegeplatz in Eichwalde am Zeuthener See zu Wasser gelassen. Hier ein kleiner Eindruck vom See,es ist ja schon hochsommerliches Wetter!